Blue Flower

51. Süddeutsches Münzsammlertreffen

Am 29. Oktober 2016 in Augsburg



Die Deutsche Numismatische Gesellschaft e.V.

und der Schwäbische Münzclub Augsburg

laden alle Münzsammler und Numismatiker herzlich ein zum 51. Süddeutschen Münzsammlertreffen.



Tagungsort ist der Augustanasaal, Im Annahof 4, bei der St. Annakirche.





Programm Freitag, 28. Oktober 2016:


18:00  Führung „Römisches Museum“ Treffpunkt Zeughaus, Zeugplatz 4


ca. 19:30 gemeinsames Abendessen Gaststätte ‚König von Flandern‘ Karolinenstr. 12


Programm Samstag, 29. Oktober 2016


ab 9:00 Augustanasaal: Registrierung der Teilnehmer


9:30 Begrüßung durch Schwäb. Münzclub
Grußwort des Bundestagsvizepräsidenten a.D. Eduard Oswald

Eröffnung durch Frau Dr. Barbara Simon, Präsidentin der DNG


10:00 Dr. Erwin Naimer, Archivleiter des Bistums Augsburg:

Ulrichskreuze aus der Sammlung Friesenegger:

Geschichtliche und kunsthistorische Bemerkungen zu den Augsburger Ulrichskreuzen


10:45 Friedrich Brenner, Medailleur und Bildhauer:

Entwurf und Ausführung von Münzen und Medaillen

Der Werdegang des Künstlers Friedrich Brenner



11:30 Kaffepause



12:00 Professor Dr. Johannes Nollé, Kommission für Alte Geschichte und

Epigraphik des Deutschen Archäologischen Instituts:

Keine vergebliche Liebesmüh: Spurensuche nach Raetien auf römischen Münzen



ca. 12:45 Mittagspause



14:00 Eingang Rathaus, Rathausplatz 1:

Besichtigung mit Goldenem Saal, geplant: Empfang durch Herrn Oberbürgermeister o.V.i.A.


15:00 Besuch mit Führung Maximilianmuseum mit Münzkabinett


16:00 – 17:00 Kaffepause Augustanasaal


17:00 Dr. Markus Wesche, Bayer. Akademie der Wissenschaften:

Der Medailleur Karl Goetz als Unternehmer


17:45 Alexandra Hylla M.A., Staatliche Münzsammlung München:


Der Schatzfund von Waal im Ostallgäu: Herausragende Neuigkeiten

zur mittelalterlichen schwäbischen Münzgeschichte


ca. 19:00 Abendessen Gaststätte im Zeughaus



Programm Sonntag, 30. Oktober 2016


10:00 Treffpunkt Eingang Rathaus:  Stadtführung



Teilnehmerbeitrag:


Vortragsprogramm Samstag mit 2 Kaffepausen 15.-€

Führung Freitag Röm. Museum, Führung Samstag Rathaus und Maximilianmuseum,

Stadtführung Sonntag jeweils 5.-€



Hotels:

City Hotel Ost, Fuggerstr. 4-6, Tel. 0821-50204-0: Einzelzimmer mit Frühstück 75.-€ bis 1.10.; Hinweis: Münzsammlertreffen, (Anzahl kontingentiert)


Hotel Ibis, Hermannstr. 25, Tel. 0821/50310:
Zimmer ohne Frühstück 69.-€





Sie können sich hier anmelden:

Zum Anmeldeformular





Inhaltsangaben zu den Vorträgen:



Dr. Erwin Naimer, Archivleiter:

Ulrichskreuze aus der Sammlung Friesenegger

Ulrichskreuze wurden und werden nach dem Vorbild des Brustkreuzes der Äbte des Augsburger Benediktinerklosters St. Ulrich und Afra von 1320/30 gefertigt. Dieses Kreuz geht auf den hl. Ulrich zurück und erinnert damit an die Schlacht auf dem Lechfeld 955.
Ob man bereits 1570 eine erste solche Nachbildung anfertigte, ist umstritten, doch ab der 2. Hälfte des 17. Jhs. wurden die Kreuze in großer Stückzahl und vielfältigen, teils kostbaren Ausführungen hergestellt. Sie fanden im gesamten süddeutschen Raum und im Elsass Verbreitung und waren im religiösen Brauchtum oft mehr als nur Wallfahrtsandenken.
Prälat Joseph Maria Friesenegger hat auf der Grundlage seiner umfassenden Sammlung 1937 das noch heute gültige Standardwerk dazu verfasst.



Friedrich Brenner:

„Entwurf und Ausführung von Münzen und Medaillen

Der Werdegang des Künstlers Friedrich Brenner“

Der 1939 in Augsburg geborene Medailleur Friedrich Brenner zählt zu den Großen seines Fachs. Viele seiner prägnanten Entwürfe für Münzen und Medaillen wurden preisgekrönt. Er gestaltete u.a. die 2-Euro-Gedenkmünze Deutschland 2009 „Ludwigskirche, Saarland“, 20-Euro-Gedenkmünze „Otto Dix“ und 100-Euro-Goldmünze 2016 „UNESCO Welterbe – Altstadt Regensburg mit Stadt am hof“.




Dr. Markus Wesche, Bayer. Akademie der Wissenschaften

„Karl Goetz als Unternehmer“

Karl Goetz (1875-1950) war nicht nur einer der fruchtbarsten und erfindungsreichsten Künstler in der Geschichte der Medaille, sondern auch ein gewiefter Geschäftsmann. Als die Hyperinflation von 1923 alle wirtschaftlichen Aktivitäten der "Luxusproduktion" lahmlegten, entwickelte Goetz eine neue Geschäftsstrategie weg von den aufwendigen Gußmedaillen - seine Satiren von 1914 bis 1923 hatten ihn berühmt gemacht - hin zu preiswerten Prägemedaillen. Wie Goetz den Umbruch bewerkstelligte, ist Gegenstand des Vortrags.



Professor Dr. Johannes Nollé, Kommission für Alte Geschichte und
Epigraphik des Deutschen Archäologischen Instituts

„Keine vergebliche Liebesmüh: Spurensuche nach Raetien auf römischen Münzen“

Wenn ein Althistoriker zu einem Treffen von Münzfreunden nach Augsburg eingeladen wird, sollte er in jedem Fall etwas über Münzen und dann noch über Augsburg oder zumindest über die Provinz Raetien zu erzählen haben.
Denn Augsburg war einstmals eine der bedeutendsten Städte der provincia Raetia und lange Zeit der Sitz des römischen Statthalters. Aber ist diesesVorhaben auch in die Tat umzusetzen? Hat Raetien – eine der kleineren Provinzen des Imperiums – Spuren in der Münzprägung hinterlassen? Auf den ersten Blick ist kaum etwas zu greifen, bei einem intensiveren und gezielteren Hinschauen treffen wir aber auf mehrere römische Münzen, die einen engen Bezug zu Raetien haben und uns gar nicht so wenig über die Geschichte dieser Provinz zu erzählen haben. Die Teilnehmer des Treffens an dieser spannenden Spurensuche teilhaben zu lassen und einige interessante Einblicke in die bewegte Historie dieser Region zu vermitteln, ist Ziel des Vortrags.

 


Alexandra Hylla M.A., Staatliche Münzsammlung München

„Der Schatzfund von Waal im Ostallgäu: Herausragende Neuigkeiten zur schwäbischen Münzgeschichte“

Allein aufgrund seiner Größe darf der erst im Jahr 2014 entdeckte Schatzfund von Waal im Ostallgäu als Jahrhundertfund betrachtet werden. Zum ersten Mal sollen nun die spannendsten Exemplare unter den beinahe 8000 Silbermünzen vorgestellt und die daraus resultierenden Neuerungen für die Münzgeschichte Schwabens im 12. und frühen 13. Jahrhundert erörtert werden. Ganz deutlich zeigt sich, dass gerade die Rolle des Herzogs von Schwaben in der Augsburger Münzprägung neu zu bewerten sein wird.

 

Bildrechte: Ulrichskreuze 1. Dr. Naimer,2. Gorny u. Mosch Auktion 230 Nr.3342;

Brenner: F. Brenner; K.Goetz: Schwäb. Münzclub: Prof. Nollé: Auktion Gorny & Mosch 215, 13.10.2013, Nr. 71

Schatzfund Waal: Staatl. Münzsammlung München